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Johannes Gutenberg-Universität Mainz


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DIE REFERENTEN

Dr. Barbara Blachnik
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Brigitte Oberle
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Thomas Noack (Die Datenlotsen)
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"Die neuen Studiengänge vor dem Start"

Zu den Inhalten der Informationsveranstaltung

Zum Wintersemester 2008/09 greift an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz die Umstellung der Studiengänge auf das gestufte Studiensystem. Zunächst werden die Bachelor-Studiengänge eingeführt, die Master-Fächer folgen größtenteils zum Wintersemester 2011/12. Um alle Beteiligten - Studierende, Lehrende sowie die Verwaltung - über die Tragweite und den aktuellen Stand des Großprojekts zu informieren, organisierte die Abteilung Studium und Lehre die Informationsveranstaltung "Die neuen Studiengänge vor dem Start". Die Präsentationen der Referenten finden Sie nebenstehend als Download.

 

DIE THEMEN

1. Bachelor und Master: Grundlagen der Studienreform

Bundesweit stehen Hochschulen derzeit vor der Umstrukturierung ihrer Studiensysteme auf Bachelor- und Master-Programme. Als wichtigste Vorteile dieses sog. "gestuften Studiensystems" nennen Dr. Barbara Blachnik und Brigitte Oberle von der Abteilung Studium und Lehre der Johannes Gutenberg-Universität Mainz die internationale Akzeptanz der Abschlüsse, ein stärker strukturiertes Studium, die Straffung von Abläufen, kürzere Studienzeiten und den stärkeren Praxisbezug. Allerdings stelle die engere Taktung der Module und Pflichtleistungen auch höhere Ansprüche an die Organisation von Auslandsstudien und den Hochschulwechsel, so die Expertinnen.

Die Universität Mainz hat sich für eine Regelstudienzeit von sechs Semestern in den Bachelor-Studiengängen entschieden. Der Bachelor-Studiengang kann aus einem Fach bestehen (unter Umständen mit Wahlfach) oder aus einem Kernfach und einem Beifach. Eine weitere Variante ist das Studium für das Lehramt mit zwei Fächern und Bildungswissenschaften als drittem Standbein.

Der Bachelor ist der erste berufsqualifizierende Hochschulabschluss, an den ein Master-Studiengang angeschlossen werden kann. Die Inhalte des Master-Studiengangs ergeben sich entweder konsekutiv aus dem Bachelor oder aber sie sind fachlich eigenständig, so wie beispielsweise bei dem an der Universität Mainz bereits angebotenen Master Journalismus.

Das gestufte Studiensystem arbeitet mit Modulen, die sich aus thematisch kohärenten Lehrveranstaltungen zusammensetzen. Sie lösen die bisher übliche Vielzahl der Einzelveranstaltungen ab. Eine Quantifizierung der Studienleistungen, in der einzelne Veranstaltungen je nach Aufwand unterschiedliche Leistungspunkte nach dem "European Credit Transfer System" (ECTS) zählen, ergänzt die bestehende Quantifizierung nach Semesterwochenstunden. Zudem schließt jedes Modul mit einer Prüfung ab, deren Ergebnis in die Endnote des Studiums eingeht. Damit wird die einseitige Gewichtung von Abschlussarbeit und Abschlussprüfungen deutlich verringert.

In den kommenden Semestern wird die Abteilung Studium und Lehre intensiv beobachten, ob der Leistungsdruck für die Studierenden gegenüber dem alten Studiensystem steigt, um gegebenenfalls gegensteuern zu können. Allerdings sind die Regelstudienzeiten von sechs Semestern für den Bachelor und vier Semestern für den Master nur Richtwerte, betont Dr. Bernhard Einig, Leiter der Abteilung Studium und Lehre: In Rheinland-Pfalz ist durch das Studienkontensystem ein maximal 18 Semester dauerndes Studium ohne Studiengebühren möglich.

Weitere Informationen: PDF-Datei zu diesem Veranstaltungsteil

2. Aufnahme des Studienbetriebs: Anforderungen und Herausforderungen

Das gestufte Studiensystem verlangt "ein verändertes Denken und Handeln aller Beteiligten", so Dr. Bernhard Einig. Gemeinsam mit Thomas Vogt befasst er sich mit den besonderen Anforderungen und Herausforderungen, die sich aus der Umstellung auf Bachelor und Master für Studierende, Lehre und Verwaltung ergeben.

Herzstück der Neuerungen in der Lehre sind die Module. Diese thematisch kohärenten Blöcke mit verschiedenen Veranstaltungstypen lösen die bisher von den Studierenden selbst zusammengestellten Studienpläne ab. Die Änderung verspricht eine hohe Transparenz aller Aspekte der Lehre für die Studierenden, zum einen hinsichtlich der Endnote des Studiums, in die künftig die Semesternoten der einzelnen Module eingehen. Aber es gilt auch für die Module selbst, deren Inhalte, geforderte Prüfungsleistungen und Abläufe jetzt in einem Modulhandbuch festgelegt sind.

"Eine kontinuierliche und strukturierte Abstimmung durch die Lehrenden ist angesichts dieser Ansprüche an die Lehrinhalte wichtiger als je", hebt Vogt hervor. Unter anderem sollen durch regelmäßige Absprachen Überschneidungen im Studium auf ein Minimum reduziert werden. Dazu müsse sich die Planung der Lehrenden untereinander, mit der Verwaltung und mit den Fachbereichen vernetzen. Um dieses Minimum an Überschneidungen im Stundenplan der Studierenden zu erreichen, müssen auch starre Regelungen aufgebrochen werden. So soll die konsekutive Abfolge von Modulen nur dann zwingend sein, wenn es aus fachlicher Sicht unumgänglich ist. "Kein Studierender soll ein ganzes Semester verlieren, weil er eine Modulprüfung im ersten Anlauf nicht bestanden hat und sich deshalb nicht für das folgende Modul im nächsten Semester anmelden kann", betont Dr. Einig.

Anmeldungen zu Lehrveranstaltungen und Prüfungen werden künftig durch das neue digitale Verwaltungssystem CampusNet an Verbindlichkeit zunehmen. Unter anderem soll es stärkere Konsequenzen beim Abbruch von Lehrveranstaltungen geben: Wer zweimal eine Lehrveranstaltung ohne driftige Gründe abbricht, dem wird eine erneute Zulassung nur in letzter Priorität gewährt. Die Studierenden tragen damit viel Verantwortung für ihr eigenes Handeln, was ihnen in Form einer qualifizierten Studienfachberatung auch deutlich vermittelt werden muss.

Im Gegenzug wird die Universität jede mögliche Hilfestellung bei der Integration des neuen Systems in den Studienablauf leisten: So werden Wechsel vom Magister- in einen Bachelor-Studiengang (wenn auch mit einigen Einschränkungen) möglich sein. Und bei Auslandsaufenthalten soll eine Studienberatung schon imVorhinein über die Möglichkeit zur Anrechnung der Leistungen im Bachelor- bzw. Master-Programm informieren.

Weitere Informationen: PDF-Datei zu diesem Veranstaltungsteil

3. Das Referenzkonzept zum Studien- und Prüfungsmanagement: Neue Rollen und Strukturen

Überschneidungsfreies Studienangebot, gemeinsame Datenbasis für Lehre, Verwaltung und Studierende in "CampusNet", modernes Raummanagement, um nur einige Funktionsbereiche zu nennen: Die Umstellung des Studiensystems der Johannes Gutenberg-Universität Mainz auf Bachelor und Master stellt hohe Anforderungen an Lehre und Verwaltung. Dementsprechend wurden in den zurückliegenden Monaten durch die Fa. ews group gmbh, Lübeck, umfangreiche Konzepte entwickelt, die aufzeigen, wie zukünftig die organisatorische Struktur und die Verwaltungsabläufe in den Fachbereichen und Instituten gestaltet werden sollen. "Wenn wir uns um solche Standardisierungen bemühen, ist das kein Zeichen überbordender Bürokratie", so Dr. Bernhard Einig, "sondern solche universitätsweit verbindlichen Vereinbarungen bilden die Basis für eine erfolgreiche Umsetzung der von den Fächern und Fachbereichen entwickelten modularisierten Bachelor- und Masterstudiengänge".

Die beiden Referenzkonzepte zum Studienmanagement und zur Prüfungsverwaltung sind bereits weitgehend umgesetzt und bilden nun eine zentrale Grundlage für die Strukturen und Abläufe im Bereich von Studium und Lehre der Fachbereiche. "Im Ergebnis bedeutet dies in gewisser Weise einen Kulturwandel in der Universität", so Dr. Einig. "Wo bisher Lehrveranstaltungen weitgehend isoliert angeboten und Prüfungen ohne Blick auf den Terminkalender der Studierenden angesetzt wurden, wird künftig vernetzte Planung mit dem Ziel eines transparent gegliederten, an den Anforderungen der Prüfungsordnung ausgerichteten und weitgehend überschneidungsfrei angebotenen Studiums herrschen." Die daraus resultierende Verbesserung in Studium und Lehre könne sich langfristig auch positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit der Universität in diesem Bereich auswirken.

Die Einrichtung von hochwertigen und dauerhaften Funktionsstellen in den Prüfungsämtern der Fachbereiche sowie den Studienbüros der Institute soll zur weiteren Professionalisierung des Studienmanagements führen. Dazu arbeiten in dem neuen Konzept ein professionelles Studienmanagement, Lehrveranstaltungsmanagement, die Leitung des Prüfungsamtes, Prüfungsamtsmitarbeiter sowie Studienfachberatung Hand in Hand. Als Studiengangsbeauftragte übernehmen Hochschullehrende die Verantwortung für die ordnungsgemäße und qualitativ hinreichende Umsetzung der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge.

"Der sich aus der Modularisierung ergebende massiv erhöhte Verwaltungsaufwand muss durch eine effiziente Organisation minimiert werden", betont Dr. Einig. Hierfür bilden die von der ews group entwickelten Referenzkonzepte die Basis. Und auf der Grundlage der dort vereinbarten Standardisierungen kann die ab dem Wintersemester 2008/09 neu an der Universität Mainz eingeführte Software "CampusNet" der Datenlotsen Informationssysteme, Hamburg, den Fachbereichen maximale Unterstützung bieten. Künftig werden die Daten nur noch einmal erhoben, weitgehend online, um dann allen am Gesamtprozess beteiligten Studierenden, Lehrenden und Verwaltungsmitarbeitern aktuell und fehlerfrei zur Verfügung zu stehen. Dadurch können speziell der Aufwand für die massenhaft anfallenden Routinevorgänge dauerhaft auf ein vertretbares Maß gesenkt werden. "Auch wenn nach wie vor die Fachbereiche und die Universität erhebliche zusätzliche Ressourcen aufbringen müssen, besteht nun doch eine realistische Chance, dies Aufgabe zu meistern", resümiert Dr. Einig.

Effiziente Lösungen sind insbesondere auch für die Raumplanung nötig: Die "gefühlte Wirklichkeit" der überfüllten Säle und Räume zu Semesterbeginn stehe in einem klaren Kontrast zur "attestierten Wirklichkeit": Überfüllte Hörsäle und Seminarräume zu Beginn der Vorlesungszeit sind semesterweise wiederkehrende Phänomene, und mit zur Zeit 35.000 eingeschriebenen Studierenden (davon 24.000 innerhalb der Regelstudienzeit) wird die flächenbezogene Zielzahl der Universität Mainz um fast den Faktor 2 überschritten, da sie maximal 18.000 Studierende vorsieht. Demgegenüber hat aber eine Analyse der HIS GmbH zur Ausnutzung der Lehrveranstaltungsräume im Wintersemester 2007/08 ergeben, dass es durchaus hinreichende Raumressourcen gibt. Die unzulängliche Raumsituation sei demnach im Wesentlichen auf ein fehlendes übergreifendes Steuerungs- und Verteilungsproblem zurückzuführen. Daraus ergibt sich wiederum die Aufgabe, durch die Entwicklung eines geeigneten Planungssystems das vorhandene Potenzial für die Optimierung der zeitlichen Raumvergabe zu nutzen, vor allem durch eine bessere Ausnutzung der Räumlichkeiten entsprechend der Teilnehmerzahl einer Lehrveranstaltung die Raumproblematik deutlich zu entschärfen. Dr. Einig geht davon aus, dass die Einführung von CampusNet die Transparenz bei der Raumbelegung deutlich erhöhen wird. Zugleich führt die neue Vernetzung der Studienbüros zu einer besseren Absprache untereinander.

Mit einer ausgeklügelten Planung will die Universität auch Überschneidungen im Studienangebot vorbeugen. Für die Entwicklung eines sog. "Zeitfenster-Modells" hat sie Herrn Prof. Alexander Kreuzer gewinnen können, der ein analoges Modell für die Universität Hamburg erarbeitet hat. In diesem Planungsmodell für das Lehramtsstudium mit seinen 198 möglichen Fächerkombinationen werden beispielsweise die einzelnen Fächer nach Häufigkeit der Wahl in vier Gruppen mit vier weiteren Untergruppen eingeteilt. Deren Kombinationsmöglichkeit untereinander wird dann anhand der Auswertung aktueller Fächerverbindungen optimiert. Im Ergebnis wird so die Basis geschaffen für ein Studium, dass für 93% aller Lehramtsstudierenden ein überschneidungsfreies Studium ermöglicht. "Damit wird unser Zielansatz bei Weitem übertroffen", lobt Dr. Einig das von Prof. Kreuzer entwickelte Modell. "Allerdings lebt das Modell davon, dass es auch wirklich von den Fächern entsprechend umgesetzt wird. Abweichungen im größeren Ausmaß führen in einer Art Domino-Effekt dazu, dass das gesamte Zeitfenster-Modell kippt und damit dann auch das durch das Hochschulgesetz vorgegebene Ziel eines überschneidungsarmen Studiums", mahnt Dr. Einig die Vertreterinnen und Vertreter der Fächer und Fachbereiche.

Weitere Informationen: PDF zu diesem Veranstaltungsteil

4. Die Unterstützung der neuen Studiengänge durch die Software CampusNet: Grundlagen und Perspektiven, Schnittstellen und Sicherheit

Das Studienverwaltungssystem CampusNet, entwickelt von der Fa. Datenlotsen Informationssysteme GmbH, Hamburg, fasst sämtliche Vorgänge rund um das Studium in einer Datenbank zusammen. Dazu gehören vor allem Studierenden- sowie Lehrpersonaldaten, Prüfungs-, Veranstaltungs- und Raumdaten. Im September 2008 geht CampusNet an den Start und wird in den Teilbereichen sukessive aktiviert. 

Mitte September geht zunächst der Client des Studierendenmanagements online (40 bis 50 Nutzer im Studierendenservice).  Anfang Oktober folgt das Prüfungsmanagement mit 60 bis 90 Anwendern in den Prüfungsämtern. Schließlich kommt im Oktober oder November das Studienmanagement mit 40 bis 60 Nutzern in den Studienbüros hinzu. Anfang Dezember können wahrscheinlich schon erste Online-Bewerbungen entgegengenommen werden – ein Service, den künftig 25.000 Studieninteressierte jährlich nutzen sollen. Ab Februar 2009 wird CampusNet dann die volle Funktionalität bieten, auf die im alltäglichen Betrieb bis zu 40.000 Nutzer zugreifen. Die Einführung der CampusNet-Software ist ein einschneidender Wandel in der Datenverarbeitung der Universität Mainz und spiegelt die neuen Anforderungen wider, die die Umstellung auf das gestufte Studiensystem mit Bachelor- und Master-Studiengängen an die Hochschule stellt. 

Großen Wert legt die Hochschule bei der Einführung des neuen Systems auf die Schulung der Anwender: Im Client-Bereich (Verwaltung) schließt sich an Grundlagenschulung, Vertiefungsschulung und Praxistraining samt Auswertung die weitere Betreuung in Form fester Besprechungstermine an. Ausgewählte Anwender mit einer hohen Affinität zu Computern, sog. "Key user", sollen zusätzlich qualifiziert werden, um als Multiplikatoren in den Fachbereichen, Instituten, den Studienbüros und Prüfungsämtern sowie in den Einrichtungen der Zentralen Verwaltung zu wirken. Parallel erstellt die Fa. Datenlotsen gemeinsam mit dem Projektteam der Universität Mainz auch entsprechende Handbücher und Prozessbeschreibungen für die CampusNet-Nutzer.

An den Schulungen für Studierende (ab November) wollen sich intensiv auch Mitglieder des AStA sowie die Fachschaften beteiligen: "Studierende lernen den Umgang mit dem System in der Regel sehr schnell", berichtet Thomas Noack von den Datenlotsen aus den bisherigen Erfahrungen mit CampusNet an anderen Hochschulen. Die Schulungen zur Website für Lehrende werden dann in den Wochen vor der Systemfreischaltung auf die Fachbereiche bezogen angeboten.

Anke Kamrath, Leiterin des Projekts zur Einführung eines integrierten Studien- und Prüfungsverwaltungssystems an der Universität Mainz, ist zufrieden mit dem bisher Erreichten: Unter anderem sind mittlerweile mehr als 500 aktuelle und alte Prüfungsordnungen in CampusNet abgebildet. Die Entwicklung der Web-Oberfläche und die technische Implementierung sind weit vorangeschritten. Die Referenzkonzepte sind weitgehend von den Fachbereichen umgesetzt worden und die mehr als 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Studienbüros und Prüfungsämtern wurden erfolgreich geschult. Auch die Migration der Studierendendaten ist weitgehend vorbereitet, so dass einem erfolgreichen Start von CampusNet an der Universität Mainz eigentlich nichts mehr entgegensteht. "Ich bin stolz auf die Mannschaft, die sich in den zurückliegenden Monaten unglaublich engagiert und dementsprechend sehr viel mehr umgesetzt hat, als jemals zu erwarten war", lobt Dr. Einig seine Kolleginnen und Kollegen auf dem gesamten Campus.

Schnittstellen zu wichtigen anderen Systemen erweitern die Möglichkeiten von CampusNet. So soll es Verbindungen zu externen Prüfungsverwaltungen (für Fächer wie Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie) geben, außerdem zur Praktikumsbörse für das Lehramtsstudium in Rheinland-Pfalz. Innerhalb der Universität wird sich das neue System unter anderem mit Ilias, dem ZDV-basierten System für e-Learning und e-Klausuren, der Personal- und Gebäudeverwaltung sowie der Universitätsbibliothek und dem Management-Informations-Systems verbinden können.

Lag der Fokus der verwendeten Software bisher primär bei der Zentralen Verwaltung wird sich das mit CampusNet ändern: "Künftig bilden die Studierenden, die Lehrenden sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Studienbüros und Prüfungsämtern die größte Nutzergruppe", erläutert Anke Kamrath. Vor allem ermöglicht CampusNet transparentere und gerechtere Verfahren, beispielsweise bei der Anmeldung zu einer Lehrveranstaltung. Anders als beim bisher vorherrschenden "Windhund-Prinzip", wonach die ersten Anmeldungen bevorzugt werden, gibt es in CampusNet eine Gesamt-Anmeldeliste. Die Veranstaltungsplätze werden dann nach zuvor festgelegten, bekanntgegebenen Kriterien vergeben.

Durch die Integration der verschiedenen Vorgänge fallen zudem die heute üblichen Medienbrüche und daraus resultierende Fehler weg, wenn z.B. Prüfungsergebnisse und andere Daten nicht mehr von einem System in ein anderes übertragen werden müssen.

"Auch für die Sicherheit im CampusNet ist gesorgt", erläutert Anke Kamrath. Der Einsatz eines iTan-Verfahrens macht Anmeldungen für Veranstaltungen und Prüfungen online komfortabel und sicher. Über das System werden auch Bescheinigungen und Dokumente bereitgestellt, die die klassischen Scheine ersetzen. Und weil bei jedem Zugriff auf die Datenbank den jeweiligen Personen nur die Teile des Datensatzes zugänglich werden, die sie für die Erledigung der Aufgaben benötigen, sieht auch der Landesdatenschutzbeauftragte von Rheinland-Pfalz die Ansprüche des Datenschutzes gewahrt und hat sein Einverständnis zum Betreiben von CampusNet erteilt.

Weitere Informationen: PDF zu diesem Veranstaltungsteil

 
Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 30.09.2008
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